Bildung

Keine Bundesmittel für De Bütt: SPD fordert vollen Einsatz für Willichs Schwimmbad

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Willich fordert, dass die Sanierung des Freizeitbads De Bütt in der nächsten Schwimmbad-Förderrunde des Bundes mit voller Kraft unterstützt wird. Nach der ersten Förderentscheidung im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ richtet die SPD den Blick nach vorne: Für Willich muss jetzt alles darangesetzt werden, De Bütt in der speziellen Schwimmbad-Förderrunde bestmöglich zu platzieren.


„De Bütt ist nicht irgendein Schwimmbad.“

– Christian Gosselk, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

„Mehr als 400.000 Besuche pro Jahr zeigen, welche Bedeutung dieses Bad für unsere Stadt und die Region hat. Hier lernen Kinder schwimmen, hier trainieren Vereine, hier verbringen Familien ihre Freizeit. Deshalb ist die Sanierung keine Luxusfrage, sondern eine wichtige Investition in Bildung, Sport, Sicherheit und Lebensqualität“, so Gosselk.

Willich hat seine Hausaufgaben gemacht

Der Willicher Stadtrat hatte bereits im August 2023 auf Antrag der SPD die Sanierung von De Bütt beschlossen. Die notwendigen Finanzmittel wurden so eingeplant, dass die Stadt das Projekt auch aus eigener Kraft umsetzen kann.


„Willich hat seine Hausaufgaben gemacht.“

– Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion

„Wir haben politisch entschieden, geplant und finanziell Vorsorge getroffen. Die Sanierung von De Bütt hängt nicht davon ab, ob der Bund sofort fördert. Aber natürlich wäre eine Bundesförderung eine wichtige Entlastung für den städtischen Haushalt.“

Sanierung spart langfristig laufende Kosten

Die SPD weist zudem darauf hin, dass die Sanierung auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Nach Angaben der Verwaltung stehen den erwarteten jährlichen Abschreibungen von rund 800.000 Euro kalkulierte Einsparungen bei den laufenden Kosten von rund 900.000 Euro pro Jahr gegenüber.

„Vereinfacht gesagt: Wir investieren jetzt, damit De Bütt langfristig zuverlässig betrieben werden kann und der laufende Betrieb wirtschaftlicher wird“, erklärt Gosselk. „Gerade bei hohen Energiepreisen ist es richtig, alte Technik zu erneuern und das Bad zukunftsfest zu machen.“

Nächste Chance: Schwimmbad-Förderrunde des Bundes

Für die SPD ist nun entscheidend, dass Verwaltung, Rat und die Vertreterinnen und Vertreter unserer Region in Bund und Land gemeinsam daran arbeiten, die Sanierung von De Bütt in der nächsten Förderrunde erfolgreich voranzubringen.

Zugleich fordert Maaßen vom im Kreis Viersen direkt gewählten Bundestagsabgeordneten Martin Plum eine sichtbarere Unterstützung für Willich: „Wenn ein Projekt wie De Bütt in der ersten Runde nicht zum Zuge kommt, erwarten die Menschen in Willich zu Recht Antworten. Aus welchen Gründen ist ein Bad mit mehr als 400.000 Besuchen im Jahr diesmal nicht berücksichtigt worden? Und was unternimmt Martin Plum konkret, damit Willich in der nächsten Schwimmbad-Förderrunde besser dasteht?“

Maaßen betont abschließend: „De Bütt ist ein Projekt für Kinder, Familien, Schulen, Vereine und den Schwimmsport. Es geht um eine zentrale Infrastruktur für Willich und die Region. Deshalb erwarten wir, dass jetzt alle politischen Ebenen an einem Strang ziehen. Willich hat geliefert. Jetzt braucht De Bütt Rückenwind vom Bund.“

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Deutschlandticket für Schüler darf nicht gestrichen werden!

Die SPD Willich lehnt die Pläne ab, das Deutschlandticket für anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen in Willich künftig nicht mehr zu finanzieren. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat der Stadt Willich am 28. April.


Nadja Leenen

„Für viele Schülerinnen und Schüler ist das Deutschlandticket viel mehr als nur ein Ticket für den Schulweg. Es bedeutet mehr Freiheit, mehr Selbstständigkeit und mehr Möglichkeiten im Alltag. Wer das Deutschlandticket streicht, nimmt jungen Menschen ein Stück Mobilität und Teilhabe.“

– Nadja Leenen, schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion

Bisher erhalten anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler in Willich ein Deutschlandticket. Künftig soll stattdessen nur noch das SchokoTicket finanziert werden. Das gilt nur im VRR-Gebiet und bietet daher deutlich weniger Bewegungsfreiheit als das Ticket für die gesamte Bundesrepublik.


„Die Sache ist doch klar: Mit der Streichung des Deutschlandtickets werden wir kein Haushaltsdefizit von rund 25 Millionen Euro beseitigen. Stattdessen würden wir an einer Stelle kürzen, die für junge Menschen ganz konkret spürbar ist. Es geht um Mobilität, um Teilhabe und um faire Chancen. Gerade deshalb ist das der falsche Weg.“

– Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion

Aus Sicht der SPD geht es nicht nur um den Weg zur Schule. Es geht auch um Freizeit, Freunde, Familie, Vereinsleben und eigenständige Mobilität über das VRR-Gebiet hinaus. Gerade für Familien, die nicht ständig auf das Auto zurückgreifen können oder wollen, ist das Deutschlandticket eine echte Unterstützung.

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Kita & OGS: SPD sagt Nein zu höheren Elternbeiträgen

Wenn es nach der von Bürgermeister Christian Pakusch geführten Stadtverwaltung geht, müssen Eltern in Willich künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Konkret geht es um neue Geschwisterbeiträge bei Kita, OGS und 8-1-Betreuung sowie um eine zusätzliche Erhöhung der jährlichen Beitragssteigerung im Kita-Bereich von bisher 2 auf 3 Prozent. Ausgelöst wurde die Debatte sowohl durch einen CDU-Antrag zur Überprüfung der Satzungen als auch durch die Beauftragung der Verwaltung durch den Stadtrat, Wege aus dem Haushaltsdefizit aufzuzeigen. Die SPD Willich lehnt diese Verschärfungen klar ab. Die Verwaltungsvorlage wird am 15.04.2026 zunächst im Jugendhilfeausschuss beraten.

Die SPD hat konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt, wie die Stadt dauerhaft unnötige Ausgaben sparen kann. Das zeigen die Anträge zum Haushalt 2026. „Für uns ist klar: Der Haushalt darf nicht dadurch saniert werden, dass Eltern noch stärker belastet werden“, sagt Dietmar Winkels, Sprecher der SPD im Jugendhilfeausschuss. Die SPD hat für den Haushalt 2026 diverse Einsparungsvorschläge vorgelegt. Dabei geht es um Ausgaben, auf die die Stadt aus Sicht der SPD verzichten kann oder die kleiner ausfallen sollten. Genannt werden unter anderem Blumenampeln, Innenbegrünung, Standauftritte bei Tourismusmessen, Stadtmagazine, neue Veranstaltungsformate und weitere verzichtbare Ausgaben. Nach dem SPD-Antrag ergibt sich daraus ab 2027 eine dauerhafte Entlastung des Haushalts von bis zu 115.000 Euro pro Jahr.

SPD setzt klare Prioritäten

Die SPD verschweigt dabei nicht, dass ihre Einsparvorschläge nicht die Summe der von der Verwaltung angestrebten Mehreinnahmen erreichen. Für die Fraktion ist das jedoch eine Frage der Prioritäten. Dass sich bei Familien schnell viel Geld holen lässt, macht diesen Weg aus Sicht der SPD noch lange nicht richtig.

Für die SPD ist deshalb klar: Wer sparen will, muss zuerst bei verzichtbaren Extras, unnötigen Ausgaben und teuren Nebensächlichkeiten ansetzen, nicht bei Eltern und Kindern. „Wer an bunten Blümchen und Stadtmagazinen festhalten, neue Veranstaltungsformate finanzieren und gleichzeitig bei Familien kassieren will, setzt die falschen Prioritäten“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Lukas Maaßen. Für die SPD ist klar: Gespart wird zuerst beim Überflüssigen, nicht bei Eltern und Kindern. „Viele Eltern stehen ohnehin schon unter Druck. Gerade jetzt wäre es das völlig falsche Signal, sie zusätzlich zur Kasse zu bitten.“

Hinzu kommt, dass die Belastung für viele Familien zuletzt weiter gestiegen ist. Viele Eltern wurden in den vergangenen Wochen bereits durch höhere Energiepreise zusätzlich belastet. Auch wenn die Ölpreise nach der Feuerpause im Irankrieg jetzt nachgegeben haben, bleibt die Lage an den Energiemärkten unsicher. Gerade deshalb wäre es das falsche Signal, Eltern jetzt zusätzlich zur Kasse zu bitten.

Die SPD wird deshalb in den anstehenden Beratungen an ihrer Linie festhalten: keine neuen Geschwisterbeiträge und keine Erhöhung der jährlichen Inflationsanpassung im Kita-Bereich von 2 auf 3 Prozent. Während es im Bereich OGS und 8-1-Betreuung eine Beschlussempfehlung aus dem Rathaus ohne neue Geschwisterbeiträge gibt, enthält im Kita-Bereich selbst die mildeste Verwaltungsvariante bereits die Erhöhung auf 3 Prozent. Auch deshalb sieht die SPD dort aktuell keine zustimmungsfähige Lösung. „Wir wollen zurück zu einem soliden Haushalt“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Maaßen. „Aber wir wollen ihn mit Augenmaß erreichen. Sparen ja, aber nicht auf dem Rücken von Familien.“

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