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SPD zur Grundsteuer: Verantwortung ehrlich benennen

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Willich steht zur beschlossenen Anpassung der Grundsteuer B. Fraktionsvorsitzender Lukas Maaßen betont: Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, aber Teil einer verantwortlichen Haushaltspolitik.

Der Rat der Stadt Willich hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend beschlossen, den Hebesatz der Grundsteuer B rückwirkend zum 1. Januar 2026 auf 639 v.H. anzupassen. Für den Beschluss stimmten CDU, SPD, FDP und Bürgermeister Christian Pakusch. Die AfD enthielt sich, die Fraktion „Für Willich“ und Die Linke stimmten dagegen. Die Grünen sprachen sich nicht grundsätzlich gegen eine Erhöhung aus, wollten diese aber erst zum 1. Januar 2027 beschließen.

„Niemand in der ehrenamtlichen Kommunalpolitik trifft eine solche Entscheidung leichtfertig. Wir wissen sehr genau, dass viele Menschen und auch durch steigende Preise, höhere Gebühren, Energie- und Lebenshaltungskosten belastet sind. Gerade deshalb muss man eine solche Entscheidung offen, ehrlich und nachvollziehbar erklären“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Lukas Maaßen.

Zur Einordnung verweist die SPD darauf, dass der Rat bereits im April den städtischen Haushalt einschließlich der mittelfristigen Finanzplanung einstimmig beschlossen hatte. In dieser Finanzplanung war die nun beschlossene Anpassung der Grundsteuer B auf 639 v.H. bereits vorgesehen. „Alle Fraktionen und auch der Bürgermeister haben im April für diesen Haushalt die Hand gehoben. Deshalb ist es aus unserer Sicht wenig glaubwürdig, wenn die AfD, die Wählergemeinschaft ‚Für Willich‘ oder Die Linke wenige Wochen später so tun, als habe diese Entscheidung nichts mit ihnen zu tun“, so Maaßen. Dies hat er auch in der Ratssitzung deutlich gemacht.

Die SPD-Fraktion betont zugleich, dass der Beschluss nicht allein von CDU, SPD und FDP getragen wurde. Auch Bürgermeister Christian Pakusch hat im Rat eine Stimme, hat der Anpassung zugestimmt und damit ebenfalls Verantwortung übernommen.

Nach Berechnungen auf Grundlage der Verwaltungsvorlage führt die Anpassung insgesamt zu Mehreinnahmen von rund 1,5 Millionen Euro. Auf die rund 20.000 zu versendenden Bescheide bezogen ergibt sich daraus rein rechnerisch eine durchschnittliche Mehrbelastung von gut sechs Euro im Monat. Für eine typische Familie kann die tatsächliche Mehrbelastung je nach Grundstück und Grundsteuermessbetrag grob im Bereich von etwa fünf bis zehn Euro monatlich liegen. Im Einzelfall kann der Betrag niedriger oder höher ausfallen.

„Auch fünf oder zehn Euro im Monat sind Geld. Das sagen wir ausdrücklich. Aber wir halten es für ehrlicher, die Größenordnung konkret zu benennen, statt wie in den sozialen Netzwerken mit Schlagworten den Eindruck zu erwecken, die Stadt würde den Menschen willkürlich tief in die Tasche greifen“, sagt Maaßen.

Aus Sicht der SPD ist die Anpassung notwendig, weil auch der städtische Haushalt unter steigenden Kosten, also Inflation leidet. Baukosten, Energie, Personal sowie die Unterhaltung von Schulen, Kitas, Straßen, Sportanlagen und Feuerwehr sind in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden.

„Wer gute Infrastruktur und eine handlungsfähige Stadt will, muss auch sagen, wie das bezahlt werden soll. Gleichzeitig ist unsere Zustimmung kein Freifahrtschein für höhere Ausgaben. Wir erwarten vom Bürgermeister und der Verwaltung Haushaltsdisziplin, klare Prioritäten und eine transparente Finanzpolitik“, sagt Maaßen.

Auch Ratsmitglieder und der Bürgermeister seien als Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich selbst von steigenden kommunalen Abgaben betroffen. „Wer zugestimmt hat, hat nicht den einfachen Weg gewählt. Aber Kommunalpolitik besteht nicht nur aus angenehmen Entscheidungen. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Stadt, auch wenn diese Entscheidung unpopulär ist“, so Maaßen abschließend.

Für die SPD steht nach der Ratssitzung fest: Der Haushalt 2026 ist kein Grund zum Jubeln. Aber er zeigt, dass klarer politischer Druck und konkrete Alternativen etwas bewegen können. „Wir werden weiter Vorschläge machen, weiter Verantwortung übernehmen und weiter dafür kämpfen, dass die Stabilisierung des Willicher Haushalts nicht zum sozialen Kahlschlag wird“, so Maaßen.

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Haushalt 2026: SPD setzt Sparen bei Extras durch und verhindert neue Geschwisterbeiträge

Der Rat der Stadt Willich hat den Haushalt 2026 einstimmig beschlossen. Der Etat bleibt schwierig. Die Stadt plant mit einem Defizit von rund 25 Millionen Euro. Für die SPD-Fraktion war deshalb klar: Willich muss handlungsfähig bleiben. Gleichzeitig darf die Haushaltskonsolidierung nicht auf dem Rücken von Familien stattfinden.


„Wir stimmen diesem Haushalt nicht zu, weil wir ihn für gut halten. Wir stimmen ihm zu, weil wir Verantwortung für diese Stadt tragen.“

– SPD-Fraktionsvorsitzender Lukas Maaßen in seiner Haushaltsrede

„Aber wir haben in den vergangenen Wochen auch klar gemacht: Wenn gespart werden muss, dann zuerst bei verzichtbaren Ausgaben und nicht bei Eltern, Kindern und Schülerinnen und Schülern.“

Aus Sicht der SPD zeigt sich jetzt deutlich, dass dieser Druck Wirkung hatte. Zusätzliche Geschwisterbeiträge für Kita, OGS und 8-1-Betreuung kommen nicht. Das war in den vergangenen Wochen eines der wichtigsten Anliegen der SPD. „Dass es keine neuen Geschwisterbeiträge geben wird, ist eine gute Nachricht für viele Familien in Willich. Wir haben hier von Anfang an eine klare Linie vertreten und gemeinsam mit Eltern in der Stadt erheblichen Druck gemacht“, so Maaßen.

Zugleich bleibt Kritik. Eine Ratsmehrheit inklusive Bürgermeister Pakusch stimmte dafür, die jährliche Dynamisierung im Kita-Bereich von bisher 2 auf 3 Prozent anzuheben. SPD, Grüne und Linke stimmten dagegen. Besonders bedauerlich ist aus Sicht der SPD, dass damit auch die fachliche Empfehlung aus dem Jugendhilfeausschuss übergangen wurde. Dort hatte sich eine Mehrheit gegen diese Erhöhung ausgesprochen.

Die SPD verweist zugleich auf einen zweiten wichtigen Punkt. Als einzige Fraktion hat sie sich intensiv mit den vielen freiwilligen Leistungen und verzichtbaren Ausgaben der Stadt beschäftigt und konkrete Sparvorschläge für den Haushalt 2026 vorgelegt. Nach diesen Vorschlägen werden nun mehrere Bereiche gestrichen, reduziert oder überprüft. Dazu gehören unter anderem Ausgaben für Innenbegrünung in städtischen Gebäuden, einzelne Ansätze im Bereich Nachhaltigkeit, Mietzuschüsse für Gewerbetreibende, Tourismusauftritte, Standgebühren bei Märkten sowie das städtische Wirtschaftsmagazin.

„Wir haben konkrete Vorschläge gemacht“, erklärt Maaßen. „Genau so muss verantwortungsvolle Politik aussehen. Erst das Überflüssige und weniger Dringende auf den Prüfstand, dann alles andere.“

Positiv bewertet die SPD auch den Grundsatzbeschluss zur Anwendung des Bauturbos. Damit kann Willich schneller zu mehr bezahlbarem Wohnraum kommen. Das ist aus Sicht der SPD ein wichtiges Signal für die kommenden Jahre.

Kritisch bleibt die SPD dagegen beim Aus für das Deutschlandticket für anspruchsberechtigte Schülerinnen und Schüler. Diese Entscheidung löst aus Sicht der Fraktion kein strukturelles Haushaltsproblem, verschlechtert aber ganz konkret Mobilität und Teilhabe junger Menschen.

Für die SPD steht nach der Ratssitzung fest: Der Haushalt 2026 ist kein Grund zum Jubeln. Aber er zeigt, dass klarer politischer Druck und konkrete Alternativen etwas bewegen können. „Wir werden weiter Vorschläge machen, weiter Verantwortung übernehmen und weiter dafür kämpfen, dass die Stabilisierung des Willicher Haushalts nicht zum sozialen Kahlschlag wird“, so Maaßen.

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SPD Willich begrüßt klare Signale gegen höhere Kita-Beiträge

Die SPD Willich begrüßt die Beratungen in der gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfeausschusses und des Ausschusses für Schule und Bildung sowie das klare Signal gegen zusätzliche Belastungen für Familien. In der Sitzung sprach sich die gemeinsame Runde gegen zusätzliche Beiträge für Geschwisterkinder aus. Zudem lehnte der Jugendhilfeausschuss eine Erhöhung der Dynamisierung bei den Kita-Beiträgen von bisher 2 auf 3 Prozent mehrheitlich ab.

Dazu erklärt der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Willich, Lukas Maaßen: „Das ist ein wichtiges und richtiges Signal für die Familien in unserer Stadt. Gerade in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten dürfen Eltern nicht zusätzlich belastet werden. Das gilt aus unserer Sicht nicht nur für die Geschwisterkindregelung, sondern auch für die geplante Anhebung der Dynamisierung bei den Kita-Beiträgen von bisher 2 auf 3 Prozent.“

Aus Sicht der SPD darf Haushaltskonsolidierung nicht auf dem Rücken von Familien mit Kindern erfolgen. Auch eine auf den ersten Blick gering erscheinende monatliche Mehrbelastung ist und bleibt eine Mehrbelastung. Hinzu kommt: Es geht nicht um einen einmaligen Betrag, sondern um eine dauerhafte jährliche Anhebung, die sich in den Folgejahren fortschreibt. „Wer von nur ein paar Euro im Monat spricht, verkennt die Lebensrealität vieler Familien. Auch kleine zusätzliche Belastungen summieren sich. Deshalb lehnen wir jede weitere Erhöhung ab“, so Maaßen weiter.

Die SPD Willich erinnert daran, dass die Qualität und Verlässlichkeit der Kinderbetreuung für viele Familien weiterhin ein zentrales Thema ist. Solange es hier keine spürbaren Verbesserungen gibt, wäre eine zusätzliche finanzielle Belastung der Eltern das völlig falsche Signal. Die endgültige Entscheidung wird nun der Rat der Stadt Willich treffen.

Für die SPD ist die Haltung klar: „Mit uns wird es keine Mehrbelastung für Familien geben, weder bei den Geschwisterkindern noch über eine höhere Dynamisierung im Kita-Bereich.“

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