Stadtentwicklung

Rückenwind aus Krefeld: SPD bringt Antrag zur Verlängerung der 042 auf die Schiene

Die SPD Willich begrüßt die Entscheidung in Krefeld, die Verlängerung der Straßenbahnlinie 042 in Richtung Willich in der Planung deutlich nach vorn zu ziehen. Damit gewinnt die Idee einer besseren Schienenverbindung zwischen Krefeld und Willich spürbar an Fahrt.

Hintergrund ist die Fortschreibung des Krefelder Nahverkehrsplans. Dort wird die Verlängerung der 042 als Projekt mit großem Nutzen beschrieben, weil damit viele Menschen und wichtige Arbeitsplätze besser angebunden würden. Im Nahverkehrsplan ist von einem Potenzial für 10.000 bis 12.000 Einwohner entlang der Strecke die Rede. Die Planungen sollen auf Krefelder Gebiet im Zweifel bis an die Autobahn A44 vorangetrieben werden, falls es auf Willicher Seite zu Verzögerungen kommt.

Chance zur Verlängerung der 042 nutzen!

Für die SPD ist klar: Diese Chance darf Willich nicht ungenutzt lassen. Deshalb hat die SPD-Fraktion in ihrer Fraktionssitzung am 05.01.2026 beschlossen, einen Antrag auf die Schiene zu bringen, damit Willich frühzeitig und gleichberechtigt in die weiteren Planungen eingebunden wird. Der Antrag trägt den Titel „Willich aktiv einbinden: Verlängerung der Straßenbahnlinie 042 gemeinsam vorantreiben“ und sieht vor, dass die Verwaltung die nächsten Schritte vorbereitet und dem Rat nachvollziehbar darstellt, was die aktuellen Entwicklungen in Krefeld konkret für Willich bedeuten.

„Das ist eine richtig gute Nachricht für Willich“, sagt Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD Willich. „Krefeld erhöht den Druck, damit dieses Projekt nicht auf der langen Bank landet. Für uns ist das Rückenwind. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass Willich mit am Tisch sitzt, wenn die nächsten Weichen gestellt werden.“

Die SPD betont zugleich, dass ein Eintrag in einem Nahverkehrsplan noch kein Baustart ist. Für eine Umsetzung braucht es weitere Planungen, klare Zuständigkeiten und am Ende auch eine gesicherte Finanzierung. Genau deshalb sei der SPD-Antrag bewusst so formuliert, dass er keine finanzielle oder bauliche Vorfestlegung enthält, sondern die Stadt Willich erst einmal entscheidungsfähig machen soll. „Wenn sich jetzt ein Fenster öffnet, sollten wir es nutzen und konstruktiv mitziehen“, so Maaßen.

Das Spitzenduo Lukas Maaßen und Lukas Siebenkotten stellen das Projekt „Willich-Bahn 2.0“ vor.

Im Kommunalwahlkampf war die Verlängerung der Straßenbahn 042 das Top-Thema. Die SPD stellte ihre Idee dazu unter dem Titel „Willich-Bahn 2.0“ im Mai 2025 der Öffentlichkeit vor.

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SPD fordert Handlungsoptionen: Wie kann Willich das Spar-Diktat verhindern?

Die SPD Willich hat für die nächste Ratssitzung einen Antrag gestellt, der aufzeigen soll, wie die Stadt Willich trotz der schwierigen Finanzlage handlungsfähig bleibt.

Hintergrund ist das enorme Defizit von rund 30 Millionen Euro im Haushaltsentwurf 2026. Sollte sich dieser Fehlbetrag nicht deutlich verringern, verliert Willich erstmals in seiner Geschichte die Möglichkeit, selbst über seine Finanzen zu entscheiden. Dann müsste der Landrat genehmigen, wofür die Stadt noch Geld ausgeben darf.

Um diese Situation zu vermeiden, fordert die SPD bis zum Frühjahr eine umfassende und verständliche Übersicht über alle freiwilligen Angebote der Stadt. Dazu gehören mehr als 140 Leistungen aus sämtlichen Bereichen wie zum Beispiel aus Kultur, Sport oder Stadtentwicklung. Für jede dieser Leistungen soll dargestellt werden, was dort genau gemacht wird, welche jährlichen Kosten entstehen und wie viel Personal eingesetzt wird. Gleichzeitig soll der Kämmerer erklären, welche Maßnahmen zur finanziellen Stabilisierung möglich sind. Dazu zählen Einsparungen, zusätzliche Einnahmen und organisatorische Veränderungen. Zudem soll deutlich werden, welche Auswirkungen diese Maßnahmen jeweils auf die freiwilligen Angebote hätten.

Mit diesem Antrag möchte die SPD erreichen, dass der Stadtrat zur Haushaltsberatung eine klare Entscheidungsgrundlage erhält. Die Politik müsse wissen, welche Optionen bestehen, um harte Einschnitte zu vermeiden und die Kontrolle über die eigenen Finanzen zu behalten. SPD-Fraktionsvorsitzender Lukas Maaßen erklärt dazu:

„Der Stadtrat muss genau wissen, welche Möglichkeiten es gibt, bevor am Ende jemand anderes festlegt, was in Willich gekürzt werden muss. Unser Ziel ist es, die Finanzhoheit der Stadt zu bewahren. Dafür brauchen wir eine offene und verständliche Darstellung aller Optionen.“

Die SPD betont, dass es bei dem Antrag nicht darum geht, Leistungen zu streichen. Vielmehr soll frühzeitig erkennbar werden, wie Willich die kommenden Jahre gestalten kann, ohne dass von außen eingegriffen wird. Maaßen erklärt abschließend: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um verantwortungsvoll zu planen. Nur so sichern wir die Handlungsfähigkeit unserer Stadt.“

Der Stadtrat soll im März 2026 den Haushalt verabschieden.

Der SPD-Antrag ist im Ratsinformationssystem abrufbar: 

https://ris.stadt-willich.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZV9-_4Vlr6yXoaTK-ploCk3oTXzreIegqH_1HRLF1hmt/SPD2_25_Rat.pdf

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19 Millionen Euro für Willich: große Zahl, kleine Wirkung

19 Millionen Euro soll die Stadt Willich aus dem neuen NRW-Investitionsprogramm erhalten. Eine erfreuliche Nachricht. Doch bei genauerem Hinsehen ist die Zahl weit weniger beeindruckend, als sie klingt.

Die Mittel stammen überwiegend aus dem Sondervermögen des Bundes, das das Land Nordrhein-Westfalen lediglich weiterverteilt. Über, wie vom Land geplant, zwölf Jahre gerechnet bleiben für Willich rund 1,6 Millionen Euro pro Jahr. „Das klingt viel, ist aber im Verhältnis zum zweistelligen Millionen-Haushaltsloch und zum Investitionsstau in Schulen und Straßen nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, erklärt Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD Willich.

Auch bei der angekündigten Altschuldenlösung sieht die SPD weiteren Handlungsbedarf. Zwar will das Land NRW über 30 Jahre hinweg rund 7,5 Milliarden Euro kommunale Schulden übernehmen, doch das deckt lediglich ein Drittel der tatsächlichen Belastung ab. Der Bund plant, sich frühestens ab 2026 zu beteiligen, bislang ohne verbindliche Regelung.

„Unsere Städte brauchen endlich einen echten finanziellen Neustart“, fordert Maaßen. „Mit ein paar Millionen pro Jahr lassen sich strukturelle Defizite nicht beseitigen. Wir brauchen weniger Förderbürokratie, mehr pauschale Mittel und vor allem eine Entlastung der kommunalen Haushalte von Zins- und Tilgungslasten.“

Angesichts eines Haushaltslochs von ca. 10 Millionen Euro pro Jahr in Willich betont Maaßen: „Wir wissen vor Ort am besten, wo das Geld gebraucht wird und wie knapp es ist. Statt Symbolpolitik braucht es ehrliche und nachhaltige Hilfe für die Städte.“

Gleichzeitig begrüßt die SPD den Vorschlag von CDU-Fraktionschef Dr. Paul Schrömbges, mögliche Fördermittel gezielt für konkrete Projekte wie die Sanierung des Freizeitbads De Bütt zu nutzen. „Das ist ein konstruktiver Ansatz, der zeigt, dass wir in Willich parteiübergreifend Verantwortung übernehmen können, wenn es um die Zukunft unserer Stadt geht“, so Maaßen abschließend.

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