Stadtentwicklung

042-Verlängerung prüfen mit klarem Plan und solider Finanzierung

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Willich begrüßt, dass die Verlängerung der Straßenbahnlinie 042 nun im Planungsausschuss weiter beraten wird. Erst im Januar hatte die SPD mit einem im Stadtrat einstimmig verabschiedeten Antrag dafür gesorgt, dass Willich strukturiert und gleichberechtigt in die weiteren Gespräche mit Krefeld eingebunden wird.

„Es ist gut, dass das Projekt jetzt sachlich geprüft wird. Genau das war unser Ziel und unser Wahlversprechen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Lukas Maaßen. „Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass wir nichts überstürzen.“ Die SPD weist darauf hin, dass die Verlängerung derzeit Teil der ÖPNV-Bedarfsplanung des Landes Nordrhein-Westfalen ist und eine Bewertung durch das Land noch aussteht. Auch die Stadt Krefeld hatte schriftlich empfohlen, zunächst diese landesseitige Prüfung abzuwarten, bevor weitere kostenintensive Schritte eingeleitet werden.

„Eine Machbarkeitsstudie ist ein sinnvoller und notwendiger nächster Schritt“, so SPD-Ratsmitglied Lukas Siebenkotten im jüngsten Planungsausschuss. „Aber sie sollte gemeinsam mit Krefeld erfolgen, klar geregelt finanziert werden und wirtschaftlich sauber vorbereitet sein. Angesichts der angespannten Haushaltslage dürfen wir keine Entscheidungen treffen, ohne zu wissen, wie sie bezahlt werden.“

Die SPD betont, dass mit dem jüngsten Beschluss weder eine finanzielle Festlegung noch ein Baustart verbunden sei. Ziel bleibe eine sachliche, transparente Prüfung des Projekts unter Berücksichtigung von Fördermöglichkeiten, Wirtschaftlichkeit und Nutzen für beide Städte. „Wir haben das Projekt jetzt auf die Schiene gesetzt und der Verwaltung einen klaren Prüfauftrag erteilt. Idealerweise beteiligen sich Willich und Krefeld zu gleichen Teilen an einer möglichen Machbarkeitsstudie und stellen dafür rechtzeitig Mittel in ihren Haushalten bereit“, so Lukas Maaßen.

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Rückenwind aus Krefeld: SPD bringt Antrag zur Verlängerung der 042 auf die Schiene

Die SPD Willich begrüßt die Entscheidung in Krefeld, die Verlängerung der Straßenbahnlinie 042 in Richtung Willich in der Planung deutlich nach vorn zu ziehen. Damit gewinnt die Idee einer besseren Schienenverbindung zwischen Krefeld und Willich spürbar an Fahrt.

Hintergrund ist die Fortschreibung des Krefelder Nahverkehrsplans. Dort wird die Verlängerung der 042 als Projekt mit großem Nutzen beschrieben, weil damit viele Menschen und wichtige Arbeitsplätze besser angebunden würden. Im Nahverkehrsplan ist von einem Potenzial für 10.000 bis 12.000 Einwohner entlang der Strecke die Rede. Die Planungen sollen auf Krefelder Gebiet im Zweifel bis an die Autobahn A44 vorangetrieben werden, falls es auf Willicher Seite zu Verzögerungen kommt.

Chance zur Verlängerung der 042 nutzen!

Für die SPD ist klar: Diese Chance darf Willich nicht ungenutzt lassen. Deshalb hat die SPD-Fraktion in ihrer Fraktionssitzung am 05.01.2026 beschlossen, einen Antrag auf die Schiene zu bringen, damit Willich frühzeitig und gleichberechtigt in die weiteren Planungen eingebunden wird. Der Antrag trägt den Titel „Willich aktiv einbinden: Verlängerung der Straßenbahnlinie 042 gemeinsam vorantreiben“ und sieht vor, dass die Verwaltung die nächsten Schritte vorbereitet und dem Rat nachvollziehbar darstellt, was die aktuellen Entwicklungen in Krefeld konkret für Willich bedeuten.

„Das ist eine richtig gute Nachricht für Willich“, sagt Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD Willich. „Krefeld erhöht den Druck, damit dieses Projekt nicht auf der langen Bank landet. Für uns ist das Rückenwind. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass Willich mit am Tisch sitzt, wenn die nächsten Weichen gestellt werden.“

Die SPD betont zugleich, dass ein Eintrag in einem Nahverkehrsplan noch kein Baustart ist. Für eine Umsetzung braucht es weitere Planungen, klare Zuständigkeiten und am Ende auch eine gesicherte Finanzierung. Genau deshalb sei der SPD-Antrag bewusst so formuliert, dass er keine finanzielle oder bauliche Vorfestlegung enthält, sondern die Stadt Willich erst einmal entscheidungsfähig machen soll. „Wenn sich jetzt ein Fenster öffnet, sollten wir es nutzen und konstruktiv mitziehen“, so Maaßen.

Das Spitzenduo Lukas Maaßen und Lukas Siebenkotten stellen das Projekt „Willich-Bahn 2.0“ vor.

Im Kommunalwahlkampf war die Verlängerung der Straßenbahn 042 das Top-Thema. Die SPD stellte ihre Idee dazu unter dem Titel „Willich-Bahn 2.0“ im Mai 2025 der Öffentlichkeit vor.

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SPD fordert Handlungsoptionen: Wie kann Willich das Spar-Diktat verhindern?

Die SPD Willich hat für die nächste Ratssitzung einen Antrag gestellt, der aufzeigen soll, wie die Stadt Willich trotz der schwierigen Finanzlage handlungsfähig bleibt.

Hintergrund ist das enorme Defizit von rund 30 Millionen Euro im Haushaltsentwurf 2026. Sollte sich dieser Fehlbetrag nicht deutlich verringern, verliert Willich erstmals in seiner Geschichte die Möglichkeit, selbst über seine Finanzen zu entscheiden. Dann müsste der Landrat genehmigen, wofür die Stadt noch Geld ausgeben darf.

Um diese Situation zu vermeiden, fordert die SPD bis zum Frühjahr eine umfassende und verständliche Übersicht über alle freiwilligen Angebote der Stadt. Dazu gehören mehr als 140 Leistungen aus sämtlichen Bereichen wie zum Beispiel aus Kultur, Sport oder Stadtentwicklung. Für jede dieser Leistungen soll dargestellt werden, was dort genau gemacht wird, welche jährlichen Kosten entstehen und wie viel Personal eingesetzt wird. Gleichzeitig soll der Kämmerer erklären, welche Maßnahmen zur finanziellen Stabilisierung möglich sind. Dazu zählen Einsparungen, zusätzliche Einnahmen und organisatorische Veränderungen. Zudem soll deutlich werden, welche Auswirkungen diese Maßnahmen jeweils auf die freiwilligen Angebote hätten.

Mit diesem Antrag möchte die SPD erreichen, dass der Stadtrat zur Haushaltsberatung eine klare Entscheidungsgrundlage erhält. Die Politik müsse wissen, welche Optionen bestehen, um harte Einschnitte zu vermeiden und die Kontrolle über die eigenen Finanzen zu behalten. SPD-Fraktionsvorsitzender Lukas Maaßen erklärt dazu:

„Der Stadtrat muss genau wissen, welche Möglichkeiten es gibt, bevor am Ende jemand anderes festlegt, was in Willich gekürzt werden muss. Unser Ziel ist es, die Finanzhoheit der Stadt zu bewahren. Dafür brauchen wir eine offene und verständliche Darstellung aller Optionen.“

Die SPD betont, dass es bei dem Antrag nicht darum geht, Leistungen zu streichen. Vielmehr soll frühzeitig erkennbar werden, wie Willich die kommenden Jahre gestalten kann, ohne dass von außen eingegriffen wird. Maaßen erklärt abschließend: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um verantwortungsvoll zu planen. Nur so sichern wir die Handlungsfähigkeit unserer Stadt.“

Der Stadtrat soll im März 2026 den Haushalt verabschieden.

Der SPD-Antrag ist im Ratsinformationssystem abrufbar: 

https://ris.stadt-willich.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZV9-_4Vlr6yXoaTK-ploCk3oTXzreIegqH_1HRLF1hmt/SPD2_25_Rat.pdf

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