Wenn es nach der von Bürgermeister Christian Pakusch geführten Stadtverwaltung geht, müssen Eltern in Willich künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Konkret geht es um neue Geschwisterbeiträge bei Kita, OGS und 8-1-Betreuung sowie um eine zusätzliche Erhöhung der jährlichen Beitragssteigerung im Kita-Bereich von bisher 2 auf 3 Prozent. Ausgelöst wurde die Debatte durch einen CDU-Antrag zur Überprüfung der Satzungen. Die SPD Willich lehnt diese Verschärfungen klar ab. Die Verwaltungsvorlage wird am 15.04.2026 zunächst im Jugendhilfeausschuss beraten.
Die SPD hat als einzige Partei konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt, wie die Stadt dauerhaft unnötige Ausgaben sparen kann. Das zeigen die Anträge zum Haushalt 2026. „Für uns ist klar: Der Haushalt darf nicht dadurch saniert werden, dass Eltern noch stärker belastet werden“, sagt Dietmar Winkels, Sprecher der SPD im Jugendhilfeausschuss. Die SPD hat für den Haushalt 2026 diverse Einsparungsvorschläge vorgelegt. Dabei geht es um Ausgaben, auf die die Stadt aus Sicht der SPD verzichten kann oder die kleiner ausfallen sollten. Genannt werden unter anderem Blumenampeln, Innenbegrünung, Standauftritte bei Tourismusmessen, Stadtmagazine, neue Veranstaltungsformate und weitere verzichtbare Ausgaben. Nach dem SPD-Antrag ergibt sich daraus ab 2027 eine dauerhafte Entlastung des Haushalts von bis zu 115.000 Euro pro Jahr.
SPD setzt klare Prioritäten
Für die SPD ist deshalb klar: Wer sparen will, muss zuerst bei verzichtbaren Extras, unnötigen Ausgaben und teuren Nebensächlichkeiten ansetzen, nicht bei Eltern und Kindern. „Wer an bunten Blümchen und Stadtmagazinen festhalten, neue Veranstaltungsformate finanzieren und gleichzeitig bei Familien kassieren will, setzt die falschen Prioritäten“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Lukas Maaßen. Für die SPD ist klar: Gespart wird zuerst beim Überflüssigen, nicht bei Eltern und Kindern. „Viele Eltern stehen ohnehin schon unter Druck. Gerade jetzt wäre es das völlig falsche Signal, sie zusätzlich zur Kasse zu bitten.“
Hinzu kommt, dass die Belastung für viele Familien zuletzt weiter gestiegen ist. Die Ölpreise sind infolge des Krieges gegen den Iran in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Die SPD wird deshalb in den anstehenden Beratungen an ihrer Linie festhalten: keine neuen Geschwisterbeiträge und keine Erhöhung der jährlichen Inflationsanpassung im Kita-Bereich von 2 auf 3 Prozent. Während es im Bereich OGS und 8-1-Betreuung eine Beschlussempfehlung aus dem Rathaus ohne neue Geschwisterbeiträge gibt, enthält im Kita-Bereich selbst die mildeste Verwaltungsvariante bereits die Erhöhung auf 3 Prozent. Auch deshalb sieht die SPD dort aktuell keine zustimmungsfähige Lösung. „Wir wollen zurück zu einem soliden Haushalt“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Lukas Maaßen. „Aber wir wollen ihn mit Augenmaß erreichen. Sparen ja, aber nicht auf dem Rücken von Familien.“
- Kita & OGS: SPD sagt Nein zu höheren ElternbeiträgenDie SPD Willich erteilt den Plänen zu einer massiven Erhöhung der Elternbeiträge für Kita, OGS & 8-1-Betreuung eine klare Absage.
- OGS braucht Rückhalt: SPD bleibt Fels in der BrandungDie SPD hat sich in der Ratssitzung am 24.03.2026 an den entscheidenden Stellen für eine echte Stärkung der OGS eingesetzt.
- Jochen Ott: „Das NRW-Bildungssystem ist ein Flickenteppich“Am 12.08.2025 war Jochen Ott zu Besuch im Niederheider Hof. Und Ott sparte nicht mit Kritik an der schwarz-grünen Landesregierung.
- Jochen Ott zum Bildungs-Talk in WillichJochen Ott spricht am 12.08.2025 im Niederheider Hof in Willich zum Thema Bildung. Ott Fraktionsvorsitzender SPD-Fraktion im NRW-Landtag.
- SPD will Jugendamt in Willich behalten und erteilt FDP klare AbsageDie SPD lehnt den Vorschlag der FDP entschieden ab, das städtische Jugendamt an den Kreis abzugeben. Bereits in der Haupt- und Finanzausschusssitzung am 25.02.2025 hat sich die SPD-Fraktion klar positioniert und betont, dass eine solche Übertragung weder finanziell noch organisatorisch sinnvoll ist. In der heutigen Jugendhilfeausschusssitzung soll die Politik erneut beraten. „Die FDP zündet hier… SPD will Jugendamt in Willich behalten und erteilt FDP klare Absage weiterlesen
- Mehr Geld für Integration – Land NRW muss nachziehenDer Haupt- und Finanzausschuss hat einstimmig beschlossen, den städtischen Zuschuss für den Arbeitskreis Fremde (AKF) zur besseren Integration Geflüchteter um 2.000 Euro auf insgesamt 10.000 Euro für 2025 zu erhöhen. Der AKF leistet seit Jahren wertvolle Integrationsarbeit vor Ort. Doch durch die Kürzungen der CDU-geführten Landesregierung drohte dem Verein eine Finanzierungslücke. „Ohne den AKF würde… Mehr Geld für Integration – Land NRW muss nachziehen weiterlesen

