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Volles Haus beim Demokratie-Dialog: SPD diskutierte mit Willicher Bürgern über mögliches AfD-Verbot

Rund 60 Gäste füllten am Dienstagabend (10.06.2025) den Niederheider Hof, als die SPD Willich zur Diskussion „AfD verbieten? – Was darf Demokratie und was muss sie aushalten?“ einlud. Unter ihnen waren etwa genauso viele Besucher ohne Parteibuch wie SPD-Mitglieder, Ehrenringträger der Stadt sowie Vertreter von CDU, Grünen und Linken. Auch Bürgermeister Christian Pakusch schaute zum Abschluss vorbei.

Als Impulsgeber sprach der frühere NRW-Justizminister Thomas Kutschaty über Sinn und Grenzen eines Parteiverbots. Er erinnerte daran, dass Parteiverbote im Grundgesetz bewusst möglich seien, die Hürden aber hoch lägen und allein das Bundesverfassungsgericht darüber entscheiden dürfe. „Die Demokratie muss viel aushalten – aber nicht alles“, betonte er und verwies auf wachsende Zweifel an der Demokratie in aktuellen Umfragen.

In der anschließenden, gut zweistündigen Debatte brachten die Gäste zahlreiche Forderungen ein: Die Politik müsse spürbar mehr für Menschen mit geringem Einkommen tun, bezahlbarer Wohnraum sei dringend nötig und politische Bildung müsse bereits in der Schule gestärkt werden. Auch die Frage nach der Zuwanderung kam auf. Die SPD-Vertreter waren sich einig, dass Deutschland eine gesteuerte Einwanderung von dringend benötigten Fachkräften braucht, aber jene abgeschoben werden müssen, die kein Aufenthaltsrecht haben. Zudem sollen Parteien dort präsent sein, wo junge Menschen heute Informationen beziehen – etwa in sozialen Netzwerken.

Lukas Maaßen und Lukas Siebenkotten, Spitzenkandidaten der SPD zur Kommunalwahl, nahmen die Impulse dankbar auf. „Unser Programm setzt genau hier an“, erklärte Siebenkotten. „Wir wollen günstige Wohnungen für Familien, Alleinerziehende, Seniorinnen und Senioren, eine städtische Wohnungsbaugesellschaft und spezielle Angebote für Auszubildende.“ Siebenkotten unterstrich den Handlungsdruck: „Uns treibt die Sorge um die Demokratie an. Wer denen zuhört, die sich abgehängt fühlen, gewinnt Vertrauen zurück.“

Die SPD Willich wertet den Abend als ermutigendes Signal. „Sachliche Debatte statt gefährliche Parolen – genau das braucht unsere Demokratie“, resümierte Maaßen. Die Sozialdemokraten wollen die Anregungen aus der Runde in ihre Arbeit einfließen lassen und kündigten weitere öffentliche Dialogformate an.

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Tempo 30 auf Behringstraße und Alperheide?

SPD-Ratskandidat Dietmar Winkels wollte wissen, ob die Behringstraße und die Alperheide auf Tempo 30 gedrosselt werden können. Die Verwaltung reagierte auf seine Anfrage zügig: Weil beide Straßen Hauptverkehrsachsen sind, der neue Asphalt keine Tempobeschränkung mehr rechtfertigt und der Lärmaktionsplan keinen Handlungsbedarf sieht, fehlt aktuell die gesetzliche Grundlage für eine Tempo-30-Zone. Nach Abschluss aller Baustellen will die Stadt jedoch prüfen, ob auf einzelnen Abschnitten eine Geschwindigkeitsreduzierung möglich ist. „Ich danke der Verwaltung für die schnelle und klare Auskunft“, erklärt Dietmar Winkels. „Die Antwort zeigt, dass wir rechtlich noch nicht am Ziel sind, aber sie öffnet die Tür für eine Prüfung, sobald der Verkehr sich normalisiert hat. Für sichere Schulwege und weniger Lärm bleibe ich am Ball.“

Die SPD Willich begrüßt die Bereitschaft der Stadt, nach der Bauphase erneut hinzuschauen und wird das Thema weiterverfolgen. Ziel bleibt ein ausgewogener Mix aus Tempo 30, sicheren Querungen und besserem Radverkehr, damit Behringstraße und Alperheide künftig spürbar ruhiger und sicherer werden.

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Veranstaltungsplakat mit Thomas Kutschaty

Thomas Kutschaty spricht in Willich zum möglichen AfD-Verbot

Darf der Staat eine Partei verbieten, die seine Grundwerte ablehnt? Und wo endet die Toleranz der Demokratie? Über diese Fragen spricht der frühere NRW-Justizminister und langjährige SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Dienstag, 10. Juni 2025, um 19 Uhr im Niederheider Hof, (Adresse: Am Niederheiderhof 2, 47877 Willich).

Die Diskussionsrunde trägt den Titel „AfD verbieten? – Was darf Demokratie und was muss sie aushalten?“. Eingeladen hat die SPD Willich. Mit dabei sind die beiden Spitzenkandidaten zur Kommunalwahl, Lukas Siebenkotten und Lukas Maaßen, die im Anschluss auch für Fragen zu lokalen Themen bereitstehen. Weitere Ratskandidatinnen und -kandidaten der Sozialdemokraten werden anwesend sein und freuen sich auf den Austausch mit den Gästen.

Teilnahme nur mit Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei, wegen begrenzter Kapazität jedoch nur nach Anmeldung möglich. Es stehen maximal 50 Plätze zur Verfügung. Anmeldungen nimmt die SPD Willich unter kontakt@spdwillich.de entgegen. Die SPD lädt alle politisch Interessierten ein, sich an der Debatte zu beteiligen und mit Thomas Kutschaty über den Schutz unserer Verfassung, über Meinungsfreiheit und über die richtigen Antworten auf den Rechtsextremismus ins Gespräch zu kommen.

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