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94 Prozent für Dietmar Winkels

Nun ist es offiziell: Dietmar Winkels ist Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl am 13. September. Die SPD-Mitglieder wählten ihn am 10. Februar mit 94,3 Prozent zu ihrem Kandidaten. Damit demonstrieren die Sozialdemokraten Zusammenhalt und starten geschlossen in den Wahlkampf. Zudem wurden die Liste für die Ratswahl sowie das Parteiprogramm beschlossen.

Parteivorsitzender Lukas Maaßen eröffnete die Mitgliederversammlung in der Hausbrauerei Schmitz Mönk und warb in seiner Rede um Unterstützung für den von Partei- und Fraktionsvorstand einstimmig nominierten Bürgermeisterkandidaten Winkels. „Der Mann hat 51 Jahre Berufserfahrung, vom Starkstromelektriker über Soldat zum studierten Diplom-Sozialpädagogen. Glaubt mir, den bringt so schnell nichts aus der Ruhe“, rief er den rund 40 anwesenden Genossinnen und Genossen zu. Gelassenheit, hauptamtliche Führungserfahrung, aber auch Lernbereitschaft und die Fähigkeit zu Selbstkritik seien wichtige Eigenschaften, die ein Bürgermeister und Chef von mehreren hundert Mitarbeitern mitbringen müsse. Winkels erfülle all diese Kompetenzen.

In seiner Vorstellungsrede ging Winkels auf seine Vorhaben als zukünftiger Bürgermeister der Stadt Willich ein. Winkels möchte die Willicherinnen und Willicher aktiv an der Politik beteiligen, indem er regelmäßige Bürgersprechstunden anbietet, aber auch die digitale Bürgerbeteiligung einführt. Ähnlich wie zum autofreien Marktplatz in Alt-Willich sollen die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, zu zentralen Themen ihre Meinung über ein Internetportal abzugeben.

Darüber hinaus wird Winkels sich dafür einsetzen, dass Kitas, OGS, Tagespflege und die 8-bis-1-Betreuung komplett beitragsfrei werden, Bildung dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Bezahlbares Wohnen für alle möchte Winkels durch eine städtische Wohnungsbaugesellschaft möglich machen, „Wohnen darf kein Luxus sein“, so Winkels. Zudem soll ein städtisches Ärztehaus errichtet werden, um die Lücke zwischen Hausarzt und Krankenhaus zu schließen. In der Umweltpolitik denkt Winkels groß: Willich soll nach seinen Vorstellungen zur fahrradfreundlichsten Stadt Deutschlands werden. So möchten die SPD und ihr Bürgermeisterkandidat die Stadt vor dem Verkehrskollaps retten.
Auch verabschiedeten die Genossinnen und Genossen einstimmig das Parteiprogramm, welches in den kommenden Tagen auf der Homepage unter www.spd-willich.de/programm zum Download angeboten wird und in den nächsten Monaten an den Infoständen der SPD ausliegt.

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Headhunter soll neuen Kämmerer finden

Ende Oktober 2020 verabschiedet die Stadt Willich unseren derzeitigen Kämmerer und ersten Beigeordneten Willi Kerbusch in den Ruhestand, damit muss zum ersten November 2020 die Stelle des Kämmerers neu besetzt werden. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Willich hat daher während der Fraktionssitzung am 27. Januar einstimmig beantragt, zur Findung einer Nachfolgerin / eines Nachfolgers einen Headhunter einzusetzen, da qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber auf dem freien Markt äußerst schwierig zu finden sind.

„Wir haben mit der Beauftragung von Headhuntern schon bei der Besetzung des technischen Beigeordneten, sowie auch zur Findung von neuen Verkehrsplanern sehr gute Erfahrungen gemacht“, schildert Johannes Hafermann, Geschäftsführer der SPD Willich. „Da es sich bei der Stelle des Kämmerers um eine Position von erheblicher Bedeutung für unsere Stadt handelt, möchten wir hier den bestgeeignetsten Kandidaten finden und einen transparenten und fairen Wettbewerb sicherstellen“, ergänzt der SPD-Bürgermeisterkandidat Dietmar Winkels.

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100 Jahre Sozialdemokratie in Willich

Die SPD Willich feiert in diesen Tagen 100-jähriges Bestehen. Der offizielle Festakt soll im Sommer 2020 mit einem Bürgerfest stattfinden.

Zwar gehen die Anfänge der Sozialdemokratie in Willich bis ins Jahr 1872 zurück, als 28 Anrather Weber einen Ortsweberverein des Niederrheinischen Weberbundes gründeten, jedoch ist das offizielle Protokoll der ersten Fraktionssitzung der SPD in Schiefbahn auf den 28. Dezember 1919 datiert. Zuvor trat die SPD am 14. Dezember bei den ersten freien Wahlen zu den Gemeinderäten in allen vier Altgemeinden an und schaffte den Einzug in die Rathäuser. „Hierzu liegen uns die Protokolle der Ratssitzungen aus den vier Altgemeinden vor. Auch das Protokoll der ersten Fraktionssitzung in Schiefbahn liegt uns, allerdings nur noch als Kopie, vor. Das Original befindet sich weder in unseren Beständen noch im Stadtarchiv. Anfragen seitens der Stadt an einen ehemaligen SPD-Vorsitzenden, der wahrscheinlich in Besitz des Originals ist, blieben unbeantwortet“, erklärt der Vorsitzende der SPD Willich Lukas Maaßen.

Das genaue Gründungsdatum der SPD Willich lässt sich indes nicht zweifelsfrei klären: Fest steht nur, dass sich die Sozialdemokraten vor dem 14. Dezember 1919 konstituiert haben mussten, um an der ersten freien Wahl teilnehmen zu können.

Rückblick: Verfolgung durch die Nazis und Wahlerfolge in den Altgemeinden

Nach der Machtübernahme Hitlers wurden Im Frühjahr 1933 zahlreiche Willicher Sozialdemokraten in sog. „Schutzhaft“ genommen. Fritz Lewerentz, langjähriger sozialdemokratischer Parteiführer und Preußischer Landtagsabgeordneter, der schon seit Beginn des Jahrhunderts die Willicher Altgemeinden politisch betreut hat und dort oft als Redner aufgetreten war, geriet nach seiner Verhaftung 1944 in das KZ Oranienburg und kam auf dem Marsch von dort zum KZ Bergen/Belsen um. Anfang März 1945 marschierten die Alliierten in Willich ein.

In der Nachkriegszeit schaffte die SPD stets den Einzug in die Gemeinderäte von Anrath, Neersen, Schiefbahn und Alt-Willich. Bei der ersten Stadtratswahl nach der kommunalen Neugliederung im März 1970 erreichte die SPD 15 Ratssitze, Alfred Rohmeis wurde stv. Bürgermeister. 19 Jahre später erreichte die SPD wieder 15 Sitze, Bernd-Dieter Röhrscheid wurde als Nachfolger von Werner Oerschkes zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt und blieb es bis heute.

Am 25. Januar 1995 feierten die Sozialdemokraten ihren größten Erfolg im Willicher Stadtrat. In einer dramatischen Kampfabstimmung siegt der SPD-Kandidat Lukas Siebenkotten mit 23 zu 22 Stimmen und wird zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Willich gewählt. 1999 verlor Siebenkotten die erste direkte Wahl durch die Bürgerinnen und Bürger knapp gegen Josef Heyes. Auch Bernd-Dieter Röhrscheid (2004) und Alexander Oerschkes (2009) konnten gegen den amtierenden Bürgermeister Heyes nicht gewinnen. Die SPD blieb allerdings immer klar zweitstärkste politische Kraft in der Stadt Willich.

Die SPD blickt positiv in die Zukunft

Bei der letzten Kommunalwahl 2014 erhielt die SPD Willich ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten mit 26,3 Prozent ein sehr gutes Ergebnis. Seitdem findet bei den Willicher Sozialdemokraten ein konsequenter Generationenwechsel statt. „Wir haben einen jungen Parteivorstand, die nächste Stadtratsfraktion wird die jüngste in der Geschichte der Stadt Willich sein“, so Maaßen. Bernd-Dieter Röhrscheid wird zur Kommunalwahl 2020 nicht mehr antreten und seine kommunalpolitische Arbeit beenden. „Mehr als 30 spannende Jahre durfte ich die Fraktion führen, aber jetzt müssen junge Kolleginnen und Kollegen ran“, erklärt Röhrscheid. Bürgermeisterkandidat Dietmar Winkels soll für die Sozialdemokraten im nächsten Jahr das schaffen, was zuletzt Lukas Siebenkotten gelang: Bürgermeister der Stadt Willich zu werden. „Dietmar Winkels ist sowohl fachlich als auch menschlich bestens für den Job geeignet und wird die Stadt Willich in das nächste Jahrzehnt führen.“ sagt Maaßen voraus. Derzeit arbeitet der Parteivorstand an dem Programm 2020 – 2025, das im Februar von den Mitgliedern verabschiedet werden soll.

Jubiläumsfeier im Sommer 2020

Aktuell befinden sich die Sozialdemokraten in den Planungen für die Jubiläumsfeier. Geplant ist ein Bürgerfest mit prominenten Festrednern, Ehrungen verdienter Genossinnen und Genossen, Musik und ein Programm für Jung und Alt. „Wir peilen einen Samstag im August an“, so Maaßen. Das hänge unter anderem vom Terminkalender der Festredner ab. Das Willy-Brandt-Haus habe aber der Einladung bereits zugesagt, einen bekannten Sozialdemokraten für den Festakt nach Willich zu entsenden.

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