Die SPD-Fraktion Willich begrüßt, dass an der Dirtbikeanlage in Schiefbahn eine weitere Schutzhütte für Jugendliche entstehen soll. Nach dem aktuellen Sachstand der Stadt ist der Bauantrag gestellt, die beteiligten Firmen sind kontaktiert. Mit der Aufstellung wird derzeit Mitte Oktober gerechnet. Die Gesamtkosten liegen bei rund 21.000 Euro.
Das Thema zusätzliche geschützte Treffpunkte für Jugendliche beschäftigt Politik und Verwaltung bereits seit einigen Jahren. Einen konkreten Impuls für Wekeln gab eine Stadtteilkonferenz im März 2024. Dort machten Jugendliche deutlich, dass ihnen insbesondere wettergeschützte und niedrigschwellige Aufenthaltsmöglichkeiten fehlen. Die damalige SPD-Kommunalpolitikerin Sylvia Foy nahm an der Konferenz teil, griff das Anliegen auf und brachte es anschließend in die SPD-Fraktion ein. Daraus entstand ein SPD-Prüfantrag für eine weitere Schutzhütte in Wekeln.
„Für mich ist das ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Kommunalpolitik funktionieren sollte“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Lukas Maaßen. „Jugendliche äußern einen konkreten Wunsch, jemand hört ihnen zu und trägt ihn ins Rathaus. Genau das hat Sylvia Foy damals gemacht. Dass dieser Impuls anschließend Teil der weiteren politischen Beratungen geworden ist, freut mich ganz besonders.“
Im September 2024 beschloss der Jugendhilfeausschuss, zunächst die bereits geplante Schutzhütte in Neersen zu realisieren und zugleich nach weiteren geeigneten Standorten in Willich, Wekeln, Anrath und Schiefbahn zu suchen. Unterstützt wird das Projekt auch vom Deutschen Kinderschutzbund Willich. Dessen Vertreter erklärte im Jugendhilfeausschuss, dass sich der Verein mit jeweils 3.000 Euro am Bau einer Schutzhütte in jedem Ortsteil beteiligen wolle.
Die erste Schutzhütte am Bolzplatz Hörenweg in Neersen ist inzwischen fertiggestellt. In einer späteren Mitteilung zum SPD-Antrag hielt die Verwaltung fest, dass Schutzhütten in allen Stadtteilen entstehen sollen und für Wekeln weiterhin nach einem geeigneten Standort gesucht werde. Mit der Dirtbikeanlage in Schiefbahn steht nun der nächste konkrete Standort fest. „Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich unkompliziert treffen können und auch bei schlechtem Wetter geschützt sind“, so Maaßen. „Deshalb freuen wir uns, dass das Schutzhüttenkonzept Schritt für Schritt weiter umgesetzt wird.“

