Christian Gossel und Postkartenaktion "Willich. Deine Stadt."

5.000 Postkarten und viele Ideen

Mehr Mobilität zwischen den Stadtteilen, bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum sowie zusätzliche Begegnungsangebote gehören zu den häufig genannten Wünschen der Willicher Bürgerschaft.

Die SPD-Fraktion zieht eine erste Bilanz ihrer Postkartenaktion „Willich. Deine Stadt.“ In den vergangenen Monaten hat die SPD-Fraktion insgesamt 5.000 Postkarten im gesamten Stadtgebiet verteilt. Unter der Frage „Was fehlt dir? Was muss besser werden?“ waren die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Anregungen, Kritik und konkreten Ideen einzureichen.

„Uns ist wichtig, nicht nur selbst politische Themen festzulegen, sondern auch immer wieder zu erfahren, was die Menschen in ihrem Alltag beschäftigt“, erklärt Ratsmitglied Christian Gosselk, der die Aktion initiiert hat. „Die zahlreichen Rückmeldungen zeigen, dass viele Bürgerinnen und Bürger sehr konkrete Vorstellungen davon haben, wie Willich besser werden kann.“

Mobilität, Wohnen und Begegnung als zentrale Themen

Ein wiederkehrendes Thema ist die Mobilität zwischen den Stadtteilen. Insbesondere für die Verbindungen von Neersen und Anrath nach Alt-Willich wünschen sich Bürgerinnen und Bürger Verbesserungen. Die SPD-Fraktion will deshalb den Stand der bereits laufenden Prüfung eines stadtteilübergreifenden Verkehrsangebotes abfragen und darauf drängen, dass die tatsächlichen Bedarfe der Menschen stärker berücksichtigt werden.

Dabei steht für die SPD fest, dass das Engagement der Bürgerbusvereine nicht infrage gestellt werden darf. Die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer leisten einen wichtigen Beitrag zur Mobilität und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig muss geprüft werden, wie das bestehende Angebot besser zwischen den Stadtteilen vernetzt und die hauptamtliche Organisation effizient gestaltet werden kann.

Auch bezahlbarer Wohnraum wurde häufig angesprochen. Besonders ältere Menschen benötigen Wohnungen, die zugleich bezahlbar, barrierearm und möglichst zentral gelegen sind. Die SPD wird sich deshalb weiterhin dafür einsetzen, dass bei neuen Wohngebieten und Bauprojekten ausreichend dauerhaft bezahlbarer und altersgerechter Wohnraum entsteht.

Eine besonders konkrete Anregung betrifft eine öffentlich zugängliche Boulefläche im Schlosspark Neersen. Die SPD-Fraktion möchte dazu einen entsprechenden Prüfantrag auf den Weg bringen.

„Zuhören ist nur dann glaubwürdig, wenn aus den Rückmeldungen auch politische Arbeit entsteht“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Lukas Maaßen. „Nicht jede Idee lässt sich sofort verwirklichen. Aber jede Rückmeldung wird ernst genommen, geprüft und dort, wo es möglich ist, in konkrete Initiativen übersetzt.“

Die Postkartenaktion wird deshalb kein einmaliges Projekt bleiben. Die SPD Willich wird den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern fortsetzen und regelmäßig darüber informieren, was aus den eingereichten Vorschlägen geworden ist.

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